Tipps rund ums Hobby

Viele Besitzer von Wasserschildkröten machen sich selbst das Leben schwer und verschenken ihre Schützlinge sogar oft, weil sie zwar Spaß an den Tieren haben, nicht jedoch an ihrer Erhaltung. Mit ein bißchen Hirn und biologischen Grundwissen kann man sich das terraristische Leben aber sehr viel einfacher machen! Sollte Ihnen ein wichtiger Tipp in dieser Sammlung fehlen, so bitte ich um eine email an mich.

Wasserqualität erhalten

-->Den Filter des Beckens erst reinigen, wenn wirklich nichts mehr läuft: Bakterien, die Harnstoff und (giftige!!)Nitrite zu Nitraten(Pflanzendünger) abbauen wohnen im Filtersubstrat und deshalb sollte man auch Substrat mit möglichst großer Oberfläche wählen. Lavasteine sind hier sehr geeignet, die im Tierhandel angebotenen Tonröhrchen tuns aber auch(halt nicht so gut...). Filterwatte muss übrigens nicht zwingend sein - sie ist der Hauptgrund fürs Verstopfen des Filters! -->Mulm im Aquarium ist immer ärgerlich. Vorallem wenn man keinen Sand als Boden hat, sind Futterreste und Kotbrocken immer unschön. Dagegen gibt es 2 gute Mittel:
1.) FISCHE, welche Futterreste fressen und nebenbei das Aquarium beleben. Geeignete Arten sind Harnischwelse, manche Barsche, lebendgebärende Zahnkarpfen, oder Sumatrabarben. Angst muss man um die Fische eigentlich nicht haben, denn wenn sich die Fische im Aquarium auskennen, wissen sie wohin sie zu flüchten haben und sind ausserdem schneller als jede Wasserschildkröte!
2.) Ist kein Sand am Boden vorhanden, nimmt man einfach eine umgedrehte Abtropfschüssel für Pflanzen, in die vorher Löcher reingebohrt wurden, und legt diese Untertasse verkehrt ins Becken. Der Mulm sammelt sich unter der dem Untersetzer und kommt nichtmehr heraus. Außerdem können sich in dieser fast strömungsfreien Zone Bakterien ansiedeln, die bei der biologischen filterung helfen.
-->Pflanzen nehmen die Nitrate auf und nutzen sie als Dünger. Sollten Wasserpflanzen von den Schildkröten zerstört werden, so lohnt es sich, eine Hydrokulur anzulegen und sie so ins Becken zu setzen, dass die Wurzeln der Pflanzen immer mit Nitratreichem Wasser aus dem Aquarium versorgt werden. Manche Leute leiten das Nährwasser zum Beispiel in ein anderes Becken, in dem ein Philodendron wächst und das zusätzlich geklärte Wasser fließt dann wieder ins Aquarium zurück.

Strom/Geld sparen

-->Steht das Becken der Schildkröten an einem günstigen Platz und wird von einer Lampe beleuchtet, die viel Wärme abgibt, so muss das Wasser nicht immer beheizt werden. Zum Beispiel kommt man in einem Keller, der volelr Aquarien ist allein durch die viele Beleuchtung auf 26°C Wassertemperatur! Das ist allerdings der Idealfall und ist meist nur Hausbesitzern vorbehalten.
-->Am Filter selbst kann man auch sparen: Es muss nicht immer der teure EHEIM Außenfilter sein, je nach Größe des Behälters kann man auch andere Filter konstruieren. Im Prinzip geht es immer darum, den oben schon öfters erwähnten Bakterien einen Lebensraum zu bieten. Dies kann in kleinen Aquarien ein Lavagefüllter Blumentopf mit Springbrunnenpumpe sein, die das Wasser von unten ansaugt und oben wieder herauslässt; in größeren Anlagen kann man einfach eine Glasplatte einkleben, wo der Zwischenraum zwischen der Platte und der Aquarienwand mit Substrat gefüllt wird. Es ist immer das gleiche: Mehr Oberfläche = mehr Lebensraum für Bakterien = saubereres Wasser! Wichtig dabei ist nur, dass die Pumpe nicht zu stark ist, denn wenn das Wasser zu schnell am Substrat vorbeifließt, können sich die Bakterien nicht festsetzen und das wollen wir auch nicht. Interessante Page hierzu: Turtle Technik von Uwe Geissel.
-->Beim Wasserwechseln sollte man das Abwasser (sofern möglich) mit einem Schlauch in den Kanal leiten, immer in einen Kübel und dann hin und herlaufen ist risikoreich und anstrengend. Wenn man Wasser wechselt nie alles auswechseln, da sonst die Bakterienkultur zugrunde geht. -->Falls man einen Außenfilter benutzt, dessen Schläuche zum Verstopfen neigen, so hat man entweder zu dünne Schläuche und man kauft neue(Durchmesser mindestens 10mm), oder man stellt den Filter direkt ins Becken - keine Angst, die Schildkröte sollte keinen Stromschlag bekommen, bei mir läuft seit 3 Jahren alles optimal. Dies ist allerdings bei kleinen Becken nicht ratsam, da der Filtertopf doch einiges an Platz wegnimmt.

Fütterungstipps

-->Um die Kalkversorgung der Schildkröten zu gewährleisten, kann man Eierschalen von Bio Eiern von denen man die Innenhaut abzieht, ins Wasser werfen. Die Tiere bedienen sich dann selbstständig. Das selbe gilt auch für Sepiaschale.
-->Futter wird oft im Handel viel zu teuer verkauft. Es gibt einige Onlineshops oder Ebay, die billigeres Futter verkaufen. Eine andere Möglichkeit sind Terrarienbörsen, wo man auch oft Schnäppchen machen kann!
-->Guppys als Mitbewohner oder Futterfische bekommt man manchmal gratis von Aquarianern, wo sich diese Fische rasend vermehren.
-->Einer Schneckenplage im Fischaquarium bereitet man ein Ende, indem man eine Gurkenscheibe ins Aquarium legt - die Schnecken sammeln sich und man kann sie auflesen und den Schildkröten als Futter vorsetzen.

Sonstiges
-->Praxistipps fürs Aquarium allgemein findet man auf Eckhards Homepage
Mein Baubericht eines Aquarienregals: hier

 

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